28. November 2018

EU-OPENSCREEN als europäische Forschungsinfrastruktur gegründet

Konsortium soll Entwicklung neuer Wirkstoffe vorantreiben

Im April 2018 hat die Europäische Kommission dem Konsortium EU-OPENSCREEN den begehrten Status European Research Infrastructure Consortium (ERIC) verliehen. Am 25. September wurde die ERIC-Plakette in einem Festakt auf dem Forschungscampus in Berlin-Buch überreicht.

Das Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP) in Berlin hat zusammen mit dem Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin (MDC) und dem Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig dieses Konsortium vorangebracht. Alle drei Institute sind auch aktive Partner in der Helmholtz-Wirkstoffinitiative. Neben FMP, MDC und HZI ist in Deutschland das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie (IME) als Partnerinstitut beteiligt. 

Das Konsortium bündelt die Infrastrukturen von 20 Forschungsinstituten aus bislang sieben europäischen Ländern, um die Entwicklung neuer Wirkstoffe voranzutreiben. EU-OPENSCREEN ERIC (www.eu-openscreen.eu) hat in Deutschland auf dem Forschungscampus Berlin-Buch seinen zentralen Sitz. Zu den weiteren Gründungsländern zählen Norwegen, Tschechien, Lettland, Finnland, Polen und Spanien. Dänemark ist zunächst als Beobachter und ab 2019 als volles Mitglied dabei. Mehrere weitere Länder bereiten ihre Teilnahme vor. 

EU-OPENSCREEN ERIC wird durch die Mitgliedsländer finanziert und in Deutschland vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund 23 Millionen Euro gefördert. Auch für die Zukunft ist EU-OPENSCREEN gut aufgestellt. Bei den EU-Horizon2020 Ausschreibungen in 2018 wurden alle vier eingereichten Anträge positiv begutachtet. So wird EU-OPENSCREEN in den nächsten vier Jahren unter anderem ein europaweites Projekt mit 33 Partnern und einem Volumen von fünf Millionen Euro koordinieren. 

Weiterführende Informationen finden sich unter https://www.eu-openscreen.eu/

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