Helmholtz-Wirkstoffforschung

Gemeinsam neue Wege in der Forschung an Medikamenten gehen

Der Bedarf an neuen Medikamenten ist höher als je zuvor. Dafür gibt es eine Vielzahl von Gründen: Die Bevölkerung wird immer älter, und die Nachfrage nach neuen Mitteln gegen Volkskrankheiten wie Krebs, Diabetes oder Demenz steigt kontinuierlich. Auch die Behandlung seltener Erkrankungen erfordert neue Pharmazeutika. Viele unserer etablierten Wirkstoffe werden durch Resistenzbildung unwirksam; so nimmt die Zahl der Bakterien, die gegen gängige Antibiotika resistent geworden sind, bedrohlich zu.

Gleichzeitig wird jedoch die Entdeckung und Entwicklung neuer Medikamente immer schwieriger. Bildlich gesprochen sind die niedrig hängenden Früchte schon längst abgeerntet: Die einfach zu beeinflussenden zellulären Angriffspunkte von Wirkstoffen werden bereits sehr erfolgreich von der Pharmaforschung bearbeitet; moderne Forschungen an Krankheitsmechanismen weisen aber auf mögliche Wirkmechanismen hin, die sehr viel schwieriger durch kleine chemische Wirkstoffe inhibiert oder aktiviert werden können. Außerdem sind die Ansprüche an neue Medikamente bezüglich Wirksamkeit und Vermeidung von Nebenwirkungen deutlich gestiegen.

Auf der Suche nach neuartigen Wirkstoffen werden Wissenschaftler also mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert. Die Helmholtz Gesundheitszentren haben umfangreiche Expertisen auf den jeweiligen Gebieten ihrer spezifischen Krankheitsforschung erarbeitet. Um neue Wege beschreiten zu können, wollen die Zentren mit ihren Partnerinstituten voneinander profitieren, ihre Expertisen ausbauen und über die Zentren- und Krankheitsgrenzen hinweg gemeinsam nutzen.

Eine Schlüsselrolle nimmt dabei die Identifikation von neuen molekularen Mechanismen ein, die Angriffspunkte für  Medikamente bieten könnten. Eine intensivere Grundlagenforschung, die frühzeitig die pharmakologische Beeinflussung von biologischen Abläufen einschließt, kann diesen Prozess beschleunigen. Dies ist eins der Ziele, die sich die Partner der Helmholtz-Wirkstoffforschung gesetzt haben.

Forschungspartner

Koordination

  • Prof. Dr. Rolf Müller

    Koordinator Helmholtz-Wirkstoffforschung

    Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS)
    Universität des Saarlandes
    66123 Saarbrücken

    Telefon: 0531 6181-3400
    E-Mail: Kontakt

  • Prof. Dr. Mark Brönstrup

    Koordinator Helmholtz-Wirkstoffforschung

    Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI)
    38124 Braunschweig

    Telefon: 0531 6181-3400
    E-Mail: Kontakt